Voll erwischt!

Yogalehrerin zu werden war eigentlich nie mein Plan. Auch wenn ich sowieso schon immer nur einen wagen Plan B hatte, hat sich Plan A bei mir einfach immer ergeben. Aber ich hatte schon so lange Kundalini Yoga praktiziert, dass ich dermassen neugierig war mehr darüber zu erfahren, dass das in keinen Abendkurs mehr gepasst hatte. Also habe ich, als die Zeit vermutlich überreif war, die Ausbildung zur Yogalehrerin gemacht. Dass mich das allerdings so herausfordern und langfristig mein ganzes Leben verändern würde, daran hätte ich im Traum nicht gedacht.

So geht mir das bei vielen Dingen und immer wieder denke ich, ok, Lessons learnt – ich hab das nun schon ein paar Mal erlebt, jetzt, jetzt weiss ich es ganz bestimmt. Und immer wieder erwischt es mich aufs Neue.

Als mir meine Lehrerin einmal geraten hatte Sat Nam Rasayan – die Heilmethode aus dem Kundalini Yoga – zu lernen, wollte ich anfangs überhaupt nichts damit zu tun haben. Schon allein das Wort HEILEN fand ich, passte ja so gar nicht zu mir und kam mir viel zu HEILIG vor. Aber wie das so ist, wenn Dir Dein Lehrer etwas ans Herz legt habe ich es dann doch getan. Jeden Ausbildungstag war ich widerspenstig und wollte partout nicht hin, am Ende jeden Ausbildungstages wollte ich nicht mehr nach Hause.

Nun kam die Lomi Massage zu mir. Die Zeit war wieder einmal reif: der Bürojob hing am Nagel, Familie, Haus, Garten, Freunde alle waren versorgt und irgendwann kam das Verlangen wieder etwas mehr zu tun, einen Schritt weiter in meiner eigenen Entwicklung zu gehen. Und die Massage hat sich sehr klar präsentiert, so wie ich es mag – so klar, dass es keine Frage ist. I love it! Also dachte ich: Cool, Lomi, Hawaii, Aloha, meine Hände benutzen, ich mach dann mal einen Massagekurs. Dass meine zukünftige Lehrerin, um die ich einige Monate zuvor in Maui, Hawaii, wochenlang wissenlos herumgeschlichen war auch noch nach Konstanz kam, hat mir fast die Sprache verschlagen. Berlin, München, Hamburg wäre ja alles logisch gewesen, aber nach Konstanz, direkt vor meine Haustür? Klar, da musste ich hin. Lange Rede, Kurs besucht, einige Wochen später nochmals in Maui weiter massiert, noch mehr gelernt und so fügten sich die Dinge.

Eine Lomi Lomi anzunehmen wie auch zu geben, berührt mich tief tief tief und hat mich wieder einmal wirklich voll erwischt. Es kommen Klienten und präsentieren mir Themen, die mich so aus der Reserve holen und am Ende so viel mit mir machen. „We love who we are working on“ hat mich meine wunderbare Lehrerin Jeana gelehrt und jedesmal aufs Neue öffnet diese Arbeit mein Herz auf eine Art und Weise wie ich es nicht für möglich gehalten hätte… („ich mach dann mal einen Kurs“), ganz gleich wen ich behandle und welche Geschichte die Menschen mitbringen.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle MAHALO „danke“ sagen, an all meine Lehrer und MAHALO an all meine Kunden, die sich vertrauensvoll in meine Hände geben. Wie auch beim Yoga, lehre ich nicht nur die Schüler, sondern meine Schüler auch mich. Ein Geben und ein Nehmen, ein Fluss. Und ja, „Lomi is about the water“ – wie schön meine Arbeit am Bodensee machen zu dürfen! Big MAHALO for that too! 

Mareike